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The Case of the Midwife Toad

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Der Krötenküsser (englischer Titel The Case of the Midwife Toad) ist ein Sachbuch von Arthur Koestler aus dem Jahr 1971. Arthur Koestler, seit früher Jugend an Naturwissenschaft interessiert, widmet sich in diesem Buch der Lebens- und Leidensgeschichte des aus Wien stammenden und 1926 freiwillig aus dem Leben geschiedenen Biologen Paul Kammerer. Koestler skizziert anhand einer Vielzahl von Dokumenten ein wissenschaftliches Zeitkolorit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wobei er den Menschen und Biologen Paul Kammerer auf sensible Weise darstellt. Paul Kammerer versuchte anhand der Geburtshelferkröte nach einigen Paarungsversuchen nachzuweisen, dass sich bestimmte erworbene Eigenschaften (Brunftschwielen) in der nächsten Generation weitervererben bzw. verstärken. Seine Experimente und deren Auswertungen wurden vom amerikanischen Gastwissenschaftler Gladwyn Kingsley Noble als Fälschungen bezeichnet. Bei einem der „beweisführenden“ Krötenmännchen wurde unter die Haut gespritzte Tinte bemerkt, die für die Herausbildung der Schwielen verantwortlich gemacht wurde. Möglicherweise, um einen wissenschaftlichen Skandal zu entgehen, wählte Kammerer den Freitod. Die genauen Umstände des Falls sind jedoch bis heute ungeklärt. Die hier beschriebene Auseinandersetzung betraf nicht nur die Geschichte der Biologie, sondern war auch von politischer und ideologischer Brisanz, denn Kammerer war Lamarckist und wurde demzufolge von der damaligen sowjetkommunistischen marxistischen Lehre, speziell der 1930er Jahre, vereinnahmt. Dieser Umstand war mit ein Grund, warum sich Koestler dieses „Falles“ annahm. Bernhard Kegel greift die Geschichte in seinem Wissenschafts-Krimi Ein tiefer Fall (2013) auf.
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